Eine schnurrende Katze lässt den Stress des Tages schnell vergessen. Und der Blick unseres Hundes treibt uns selbst bei Wind und Wetter vor die Tür. Haustiere sind nicht nur treue Begleiter, sie tun auch unserer körperlichen und mentalen Gesundheit gut. Das ist kein Geheimnis und wird auch durch neueste Forschungsergebnisse bestätigt. Wie genau sich die Haltung von Haustieren auf die Gesundheit von Menschen auswirkt und wie Sie auch ohne eigenes Tier ähnliche Effekte erzielen, erfahren Sie hier.
Fast jeder zweite Deutsche hat Kontakt zu Haustieren, zu 23 Prozent der Haushalte gehört eine Katze und zu 19 Prozent ein Hund [1]. Fürsorge, emotionale Bindung und ihre bloße Anwesenheit tun Körper und Psyche gut [2]. Kuscheln, Streicheln und allein der Blickkontakt steigern die Produktion des Bindungshormons Oxytocin, wodurch das Gefühl von Nähe, Geborgenheit und Glück entsteht [3].
Katzen als Therapiehelfer
Katzen strahlen Ruhe aus. Ihr Schnurren beruhigt und entspannt [4]. Bekannt ist, dass das Schnurren mit einer Frequenz von 22 bis 30 Hertz beim Menschen die Produktion von Serotonin steigert, ein Hormon, das den Schlafrhythmus steuert und sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt [4]. Daher werden Katzen von Psychologen auch zur Therapie von Angststörungen, Depression, posttraumatischen Belastungsstörungen, Persönlichkeits- oder Essstörungen eingesetzt [4]. Auch die Behandlung von Kindern mit Migräne oder ADHS zeigte gute Erfolge, wenn eine Katze bei den Therapiesitzungen anwesend war [4].
Herzgesund dank Hund und Katze
Neueste Forschungsergebnisse bestätigen: Das Zusammenleben vor allem mit Hund oder Katze reduziert das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung [2]. In einer Stellungnahme der American Heart Association heißt es: Die vierbeinigen Mitbewohner tragen dazu bei, dass Blutdruck, Cholesterin und Übergewicht reduziert und körperliche Aktivität gesteigert werden [5]. Eine weitere in der Zeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigte, dass Hundebesitzer viermal häufiger die in der WHO-Richtlinie für körperliche Aktivität geforderten 150 Minuten Bewegung pro Woche erreichten als Menschen ohne Hund [6]. Auch Kinder, die mit Hunden aufwuchsen, bewegten sich mehr an der frischen Luft [6].
Haustiere halten länger geistig fit
Forscher um Jennifer W. Applebaum fanden heraus, dass Erwachsene im Alter ab 50, die seit mehr als fünf Jahren Hund, Katze oder Meerschweinchen besaßen, bei Gedächtnistests besser abschnitten als Menschen ohne Haustiere [7]. Ob sich jedes Haustier gleich positiv auf die geistige Fitness im Alter auswirkt, untersuchte eine 2025 veröffentlichte Studie der Genfer Universität [8]. Das Ergebnis: Hunde und Katzen verlangsamen den Abbau kognitiver Gehirnfunktionen, Fische und Vögel eher nicht. Dabei verfügten Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer über ein besseres Kurz- und Langzeitgedächtnis [8,9]. Bei Menschen, die Katzen halten, scheinen dagegen eher die sprachlichen Fähigkeiten länger erhalten zu bleiben [8,9].
Vierbeiner stärken das Immunsystem
Wer einen Hund hat bewegt sich im Allgemeinen mehr als Menschen, die keinen Hund besitzen. Schließlich ist die tägliche Gassi-Runde ein Muss. Die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem [10]. Kinder, die in den ersten Lebensjahren mit einem Hund groß wurden, entwickelten weniger Allergien und Asthma, so das Ergebnis der Detroit Childhood Allergy-Studie [10]. War von Anfang an eine Katze in der Familie, so war das Risiko, eine Katzenhaar-Allergie zu entwickeln, halb so groß wie bei Kindern, die ohne Katze aufwuchsen [10]. Das geringere Allergierisiko erklärten die Forscher mit dem Vorhandensein von vielen verschiedenen Mikroorganismen, die das Immunsystem positiv beeinflussen und zur vermehrten Bildung von regulatorischen T-Zellen führen. Diese Vielfalt an Mikroorganismen ist in Haushalten ohne Tiere nicht vorhanden [10].
Haustiere sorgen für weniger Stress
Wer einen Hund oder eine Katze streichelt, ist schon nach zehn Minuten deutlich entspannter, wie eine Studie der Washington State University zeigte. Denn hierbei reduziert sich die Ausschüttung an Stresshormonen [11].
Das Zusammenleben mit Haustieren kann Stress reduzieren und unser Immunsystem vor unangemessenen Reaktionen schützen [2]. Es kann uns auch langfristig vor stressbedingten Störungen bewahren, so das Ergebnis einer Studie der Uniklinik Ulm [12]. Dazu wurden Großstädter, die mit oder ohne Haustier aufgewachsen waren, einem Stresstest unterzogen. Unter anderem wurden Entzündungsparameter, Stresshormonspiegel und immunregulatorische Parameter vor und nach dem Stresstest bestimmt. Es zeigte sich, dass der Kontakt mit Haustieren bei akutem Stress eine überschießende Aktivierung des Immunsystems und bei wiederholtem Stress eine chronische niedrig-gradige Entzündungsreaktion verhindern kann [12].
Auch ohne Haustier Stress abbauen
Nicht in jedes Leben passt ein Haustier. Ist kein Tier als Stresspuffer da, sind Spaziergänge in der Natur, bewusste Auszeiten im Alltag, oder Gespräche mit Familie und Freunden bewährte Maßnahmen, um Stress zu begegnen. Auch Wirkstoffe aus der Natur können in Stressphasen helfen. So haben sich Passionsblume, Tigerlilie und Echter Baldrian als Unterstützung bei Stress-Symptomen aufgrund ihrer beruhigenden und entspannenden Wirkung bewährt. In dem naturheilkundlichen Arzneimittel Calmvalera (als Tabletten, Tropfen) sind sie mit weiteren Wirkstoffen kombiniert. Zu einem aktiven Immunsystem kann Vitamin d3 Hevert 2000 IE Immun Aktiv beitragen. Die enthaltenen Mikronährstoffe Vitamin D und C, Selen, Zink, Beta-Glucan und Aroniabeer-Pulver beeinflussen wichtige Prozesse der Immunabwehr positiv.